„VISION IS THE BRAINS‘ WAY OF TOUCHING THE WORLD.“

MERLAU-PONTY

Ihr Kind…

  • hat keinen Spaß an/ in der Schule
  • fühlt sich schnell überfordert
  • ist oft unkonzentriert
  • Hausaufgaben sind eine Qual/ selbst scheinbar kleine Aufgaben dauern ewig
  • liest/ schreibt nicht gerne
  • wenn es liest/ schreibt tut es dies sehr langsam und fehlerhaft
  • verrutscht oft in der Zeile/ liest mit Hilfe des Fingers
  • klagt häufig über Kopfschmerzen und Müdigkeit
  • hat ein Schriftbild, das sehr unordentlich wirkt: manche Wörter kippen nach links, während andere nach rechts kippen
  • nimmt eine ungewöhnliche Kopf-/ Körperhaltung ein
  • setzt sich auf ein Bein
  • schreibt plötzlich im Stehen weiter
  • wirkt hibbelig und unkonzentriert
  • hat einen schlechten Gleichgewichtssinn
  • hat keine diagnostizierte Fehlsichtigkeit bzw trägt bereits eine Brille, hat aber dennoch Beschwerden
  • geht nicht gerne in die Schule
  • es besteht der Verdacht auf LRS

Viele der oben genannten Punkte kommen Ihnen bekannt vor?

Zunächst sollte eins klar sein: jedes Kind ist einzigartig und jedes Kind ist hochbegabt, auf seinem Gebiet! Wir als Eltern können unser Kind am Besten in seiner Entwicklung unterstützen, wenn wir es wie eine Schatzkiste öffnen und seine besonderen Fähigkeiten wie bunte Juwelen betrachten und sie nicht mit anderen vergleichen. Wir müssen davon Abstand nehmen, unserem Kind etwas beibringen zu wollen! Kinder wollen lernen – selbstbestimmt und frei! Kinder sind neugierig und wissbegierig! Man sagt ein vierjähriges Kind hat am Tag bis zu 400 Fragen!

Und trotzdem ist es auch wichtig, die Rahmenbedingungen für das Kind so zu schaffen, dass es gut und gerne lernt. In der Schule, so wie sie heute in unserer Gesellschaft vorzufinden ist, sitzen die Kinder die meiste Zeit im Raum, haben wenig Bewegung, sind mit den Augen hauptsächlich auf die Nähe eingestellt und haben wenig Gelegenheit in die Ferne zu schauen. Auch nachmittags wird – oft stundenlang – an den Hausaufgaben gearbeitet und in der Freizeit neben Tätigkeiten im Raum häufig auch aufs Tablet/ Handy geschaut. Die Augen verkrampfen und können sich nicht mehr entspannen. Viele Kinder werden kurzsichtig. Das muss nicht sein, wenn die Kinder mehr Gelegenheit haben, in die Ferne zu blicken. Man sagt: pro Stunde Naharbeit brauchen die Augen etwa 10 Minuten Fernsicht, bis sie wieder völlig entspannt sind!

Am Schulsystem können wir nichts ändern, aber wir können den Kindern helfen, indem wir zumindest am Nachmittag so oft wie möglich mit ihnen ins Freie gehen, wo sie automatisch viel in die Ferne blicken können! Für eine gesunde Gehirnentwicklung ist das Spielen in der Natur – ohne vorgefertigte Spielgeräte und Vorgaben der Erwachsenen – ohnehin sehr wichtig!

Mein Ziel als Visualtrainerin ist es, vorhandene Defizite im visuellen System zu erkennnen und durch gezieltes Augentraining und visuell-kognitives Bewegungstraining zu beseitigen.  Für Ihr Kind heißt das einerseits seine Augen gezielt zu trainieren, andererseits wieder mehr spielerisch tätig zu werden, mehr Bewegung zu haben und so die Augen und damit den ganzen Körper in einen ausgeglicheneren Zustand zu versetzen. Präventiv sicherlich genauso sinnvoll, wie kurativ!

Das visuelle System

Die Augen sind ein komplexes System. Über 80% der Eindrücke, die wir aufnehmen, werden über die Augen aufgenommen. Jedes Auge “greift” dabei einzeln und im Gehirn werden die beiden Seh-Eindrücke idealerweise zu einem dreidimensionalen Gesamtbild verarbeitet. Dies funktioniert jedoch nur dann einwandfrei, wenn beide Augen scharf sehen (keine Fehlsichtigkeit haben, bzw diese durch eine entsprechende Brille korrigiert ist) und gleichzeitig punktgenau fixieren können. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Doppelbildern, Kopfschmerzen und Müdigkeit, in extremen Fällen auch zum Abschalten eines Auges kommen. So ist auch verständlich, dass Ihr Kind keine Lust hat zu lesen oder schreiben, oder sich im Schulalltag schwer tut.

Wichtig ist also das punktgenaue Greifen eines jeden Auges, sowie das perfekte Zusammenspiel der beiden Augen gemeinsam! Wie erreiche ich das?

Zunächst einmal vermesse ich die Augen Ihres Kindes ausführlich mit einigen Tests. Liegt ein Defizit vor, erarbeite ich ein individuell abgestimmtes Augentraining zur Verbesserung der Sehfähigkeit des Augenpaares, so dass das Zusammenspiel der beiden Augen gut funktioniert und so idealerweise dreidimensionales Sehen erreicht wird.

Kann ich mir ein Augentraining wie ein Fitness-Workout für die Augen vorstellen?

Ja und nein. Die Augenmuskeln werden nicht gekräftigt, wie man es vom Muskeltraining im Fitness-Studio kennt, allerdings werden sie durch spielerische Übungen geschmeidig gemacht, so dass sie sich gut und gleichmäßig in alle Richtungen bewegen lassen. Da die Augen sehr präzise auf einen Punkt schauen müssen, um im Gehirn ein dreidimensionales Bild entstehen zu lassen, ist es sehr wichtig, dass sie perfekt koordiniert sind. Diese Koordination geht vom Gehirn aus, da die Augenmuskeln durch dieses angesteuert werden. Das Augentraining ermöglicht dem Gehirn neue synaptische Verknüpfungen zu erstellen und auf diese Weise das Sehen neu zu lernen. Dafür reichen einige Minuten Training pro Tag aus. Erste Erfolge sind oftmals schon nach wenigen Übungseinheiten sichtbar/ messbar und festigen sich bei regelmäßiger Übung in aller Regel nach einigen Monaten Training. Und wie bei allem was das Gehirn lernt gilt auch für das Augentraining: “gelernt ist gelernt!” Einmal gelerntes wird nie wieder vergessen! Und ihr Kind findet hoffentlich seine Freude am Lernen wieder!

Ich freue mich auf Sie und Ihr Kind!

„Man kann keinen Menschen bilden, Hirn-technisch geht das nicht. Der kann sich nur selber bilden, aber er bildet sich nur, wenn er will.

Und Sie können keinen zwingen, dass er sich bilden will, sondern Sie können ihn nur einladen – und das ist Erziehungskunst.“

Gerald Hüther, Hirnforscher